(foto) jagd am meeresgrund
im antiquariat eine schicke erstausgabe von 'fotojagd am meeresgrund' (1942) vom costeau vorläufer und tauch- und unterwasser photographie pionier hans hass entdeckt. wie der kürzlich verstorbene thor heyerdahl ist er für mich sowas wie ein held der wissenschaft aus seligen 'das neue universum'- tagen. die bilder faszinieren mich durch ihre direktheit, aufgenommen mit einfachsten mitteln: selbstgebaute kamera und getaucht wurde noch ohne flasche! und ohne die ganze technik bleibt auch der blick auf die knackigen taucher unverstellt... :-)
[hans hass bio-, biblio- und filmo-graphie, interview]
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hans hass habe ich auch als kind gelesen in der club sonderausgabe, am besten fand ich wie er mit der muräne kämpfte und, nachdem er in einen seeigel getreten war, in einem wasserloch sitzend luftanhalten geübt hat. 5 minuten am stück und so. ich glaube ale von den zitronen ist auch ein hans hass fan.
cursor, 29.04.2002
monstera deliciosa
was hier so lecker ausschaut, ist nicht die delikate monströsität, nach der es aussieht, sondern eine viewer icon monstera deliciosa, genauer: ein pollenkorn davon. ist übrigens dennoch irgendwie nicht nur essbar, sondern auch kleidsam und hip. gefunden in der palynological database, die noch etliche schöne einblicke in den mikrokosmos gewährt!
provinz ist irgendwie anders...
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... und die Provence leider auch ...
stefanopsis, 21.04.2002
bin ich eigentlich der einzige, der viewer icon diese leuchtreklame etwas befremdlich findet?!
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wieso? ist doch ganz normal: mache ich am strand auch immer: lege mich auf den rücken, eine begleitperson bäuchlings drauf, die dann auf dem trockenen schwimmt während ich auf dem rücken liege - deshalb: rückenschwimmer(in). alles klar?
bibs, 11.04.2002
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mehr vom urlaub? bei diesem slogan ist dem dumont-kreativen offensichtlich der gaul durchgegangen. nur: dass du das noch befremdlich findest, wundert mich. Ist doch inzwischen derartig in, dass es fast schon wieder out ist, wenn die unerotischsten produkte in der werbung sexy aufgepeppt werden.
ulf, 18.04.2002
geheimnisvolle dinge passieren in der hauptstadt: unbekannte elemente haben von den tonbändern mit der melodischen stimme unserer stationsnamenansagerin auf allen buslinien den namen 'bülowstrasse' getilgt; bis zu 'u-bahnhof ' kommt sie noch - doch dann: nichts mehr, stille, mitten in der satzmelodie abgebrochen, einfach weg... 500 meter weiter, u-kurfürstenstrasse, tut sie so, als sei nichts geschehen: 'u-bahnhof kurfürstenstrasse, übergang zur u-bahnlinie 1'; ein erster erfolg mysteriöser kader auf dem weg zur de-prussifizierung der welt? ein neuzeitlicher fall von damnatio memoriae? die erhebung der bülowstrasse zu dem bahnhof schlechthin, zur mutter aller bahnhöfe, die keinen namen mehr braucht? wer weiss mehr?
übrigens: jenny holzer wieder viewer icon installiert. nur noch bis ende des monats, besonders ansprechend des nachts...
Die Katholische Kirche Irlands hatte Ende Januar eine Vereinbarung mit der irischen Regierung abgeschlossen, wonach die geistlichen Orden pauschal 128 Millionen Euro (!) in einen Entschädigungsfonds für die Missbrauchsopfer in kirchlich geführten Waisen- und Arbeitshäusern einbrachten. [nzz 2.4.02]
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das waren wohl etwas mehr als ein, das waren auch mehr als zwei oder drei, das waren sicherlich eine ganze menge armer, kleiner gestochener, jungfräulicher A...
moses, 10.04.2002
new asian cinema, part 2: der fluss (Tsai Ming-liang)
gegen diesen film ist eureka versöhnliches kunsthandwerk. "der fluss" zeigt reduzierte und stark stilisierte bilder, aber anders als bei eureka bietet diese ästhetisierung keine möglichkeit zur ablenkung, ist keine eigenständige ebene, deren schönheit zu goutieren wäre - alles konzentriert sich in unendlich langen und manchmal fast unerträglichen einstellungen auf die protagonisten, ihre einsamkeit, beziehungslosigkeit, sehnsucht. man ist sehr dicht bei ihnen, in einer intimen nähe, in der ihr ungefiltertes tun oft eine groteske komik bekommt, die weit davon entfernt ist, lustig zu sein. kein überflüssiger ton lenkt ab, gesprochen wird wenig, und auch gehandelt wird nicht viel; selbst die orte reduzieren sich auf das wesentliche: eine karge wohnung, industrielle stadtlandschaften, hotelzimmer. aber der film führt seine figuren nicht vor, sondern zeigt sie vorurteilsfrei und ohne sich um gesellschaftliche wertvorstellungen zu scheren; intime sehnsüchte, die suche nach nähe werden wahrhaftig und selbst die (gegenseitig unerkannte) sexuelle begegnung von vater und sohn in einer schwulen sauna wird zu einem aufrichtigen, und gleichzeitig tragischen moment. unbedingt sehenswert, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen, aber sicher nix für den entspannten kinoabend...

reviews: us, us, de, de, de, jp | Tsai Ming-liang (director): 1, 2
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